
Mit deinem „Blütenparadies im Topf“ schaffst du dein eigenes Blumenbeet im Blumentopf. Bevor du deinen Blumentopf bepflanzt, kannst du ihn nach Belieben bemalen. Als nächstes pflanzt du verschiedene Wildblumensamen in deinen Topf, damit die Wildbienen in deinem Blütenparadies von Blüte zu Blüte fliegen können und für jede Bienenart eine Blüte dabei ist. Das Saatgut kannst du bei uns anfragen.
Wenn du magst kannst du uns ein Bild von deinem bemalten Blumentopf bis zum 31. Mai über [email protected] zukommen lassen. Der schönste Blumentopf und das schönste Blütenparadies erhalten in deiner Altersklasse jeweils einen Preis. Somit kann jeder am Wettbewerb teilnehmen. Alle weiteren Bedingungen sind unten zu finden.
Du kennst bestimmt die Honigbiene. Sie lebt mit vielen weiteren Bienen in einem Staat, dem Bien, zusammen und produziert den Honig, der auf dein Brot kommt. Für ein Glas Honig muss eine einzelne Biene ungefähr dreimal die Erde umrunden, beziehungsweise ein Bienenvolk, welches am Tag ungefähr 400.000 Blüten besucht, eine Woche fleißig arbeiten.

Aber wer will schon jeden Tag nur Honig essen? Um uns ausgewogen und gesund zu ernähren sind wir Menschen zusätzlich auf die Bestäubung durch Wildbienen angewiesen. Beispielsweise tragen sie den Pollen von einer Apfelblüte zur anderen weiter, sodass sich aus den Blüten Äpfel entwickeln können. Ohne das Bestäuben der Nutzplanzen durch die Bienen, vor allem Wildbienen, wäre die Auswahl der Obst- und Gemüseabteilung in unseren Supermärkten wesentlich geringer.
Umso schlimmer ist es, dass Wildbienen stark gefährdet sind. Über die Hälfte der 560 heimischen Arten stehen auf der Roten Liste, einige von ihnen sind vom Aussterben bedroht. Dies wird hauptsächlich vom Menschen verursacht. Zum Schutz unserer Nutzpflanzen werden Pestizide eingesetzt, die nicht nur giftig für Schädlinge sind, sondern auch für viele andere Insekten wie die Wildbienen. Intensive, das heißt ertragsorientierte, Landwirtschaft und Flächenversiegelung führen ebenfalls zum Verlust von Lebensraum und Nistmöglichkeiten. Lichtverschmutzung gefährdet die Wildbienen zusätzlich.
Die Wildbiene benötigt selbst auch Nahrung wie Nektar und Pollen, um Energie zum Leben zu gewinnen und für Nachwuchs zu sorgen. Wildbienen sind häufig Einzelgänger, sogenannte Solitärbienen.
Weibliche Wildbienen bauen Nester und versorgen ihre Brutzellen allein.
Je weiter die Wildbiene fliegen muss, desto länger haben Brutparasiten, wie Fliegen, Käfer und Wespen, die Gelegenheit, in das Nest einzudringen, und desto mehr Nachwuchs geht verloren. Ebenfalls erhöht sich das Risiko, während ihres Fluges, von Fressfeinen, wie Spinnen und Vögel, gefressen zu werden.

Wildbienen bewegen sich in einem deutlich kleineren Radius als Honigbienen, manche Arten fliegen sogar nur 300 Meter. Deshalb ist es für sie besonders wichtig, ihre Nahrung so schnell wie möglich zu erreichen. Aus diesem Grund sollte jeder Einzelne von uns aktiv werden und den Wildbienen ein reichhaltiges Buffet bieten. Sie helfen schließlich auch, dass ein vielfältiges Nahrungsangebot auf unserem Tisch landet.
Also gieß deine Blumen fleißig, damit sie gut wachsen können. Vielleicht schaffst du es sogar, ein Bild von einer Biene auf deinem Blütenparadies zu machen? Wie viele Wildbienen kannst du anlocken und welche Arten sind es genau?
Hier findest du die Anleitung für das "Blütenparadies im Topf", sowie weitere Ideen für eine Gruppenstunde.
Infos über das Saatgut oder Wildbienen findest du hier.
Der Youtuber Beesteez, welcher sich für Wildbienen und andere Insekten einsetzt, hat eine Doku über die Familie gedreht, von der wir unser Saatgut haben:
Weiteres Hintergrundwissen wird im Laufe der nächsten Wochen hinzugefügt.
