Pressemitteilungen aus dem Jahr 2011

Schule und dann? Ein Jahr für den Naturschutz

NABU und NAJU bieten Stellen im Freiwilligen Ökologischen Jahr an

 

Hannover, 12. Januar 2011: Wenn die Schulzeit sich dem Ende neigt, fragen sich viele: Was kommt danach? Soll ich eine Ausbildung machen, weiter die Schulbank drücken oder ist vielleicht doch ein Studium das Richtige? Und was will ich eigentlich später beruflich machen?

 

Um Jugendlichen etwas mehr Zeit für diese Entscheidung zu lassen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich für eine gute Sache zu engagieren, werden in ganz Niedersachsen auch im Jahr 2011/2012 ca. 200 Stellen für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) frei. Auch die Landesverbände des Naturschutzbundes (NABU) sowie der Naturschutzjugend (NAJU) bieten jungen Menschen, die sich für ökologische Themen begeistern können und gerne mit anderen Menschen zu tun haben, die Chance, ein FÖJ zu absolvieren. Zwölf Monate lang, von Anfang September bis Ende August, können Interessierte zwischen 16 und 26 Jahren bei den Naturschutzverbänden in die Aufgaben und Tätigkeiten einer gemeinnützigen Organisation reinschnuppern und dabei erste Berufserfahrungen sammeln. "Im FÖJ bei uns kann man aber auch sehr viele eigene Ideen verwirklichen und sich kreativ austoben. Außerdem dient es zur Entwicklung eigener Zukunftsperspektiven" sagt Vanessa Pache, Geschäftsführerin der NAJU Niedersachsen.

 

Für Malte Kiesé, der momentan sein FÖJ bei der NAJU macht, bedeutet dies, dass er die Schwerpunkte seiner Arbeit selbst aussuchen kann. "Ich wollte nach der Schule etwas Neues ausprobieren und etwas Praktisches machen. Da mir der Naturschutz wichtig ist, und weil ich gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen arbeite, ist das FÖJ bei der NAJU genau das Richtige. Ich arbeite in der Redaktion einer Jugendzeitschrift, organisiere ein Jugend-Umweltfest, und leite ab März eine eigene Kindergruppe in Hannover. Alles freiwillig und mit anderen Jugendlichen zusammen." Unterstützt wird er dabei von Mitarbeitern und ehrenamtlichen Kräften, die Praxiserfahrungen haben und hilfreiche Tipps und Kniffe kennen. Die Schwerpunkte der FÖJ-Arbeit bei NABU und NAJU in Niedersachsen sind abhängig von den aktuellen Projekten, sie stehen jedoch immer in Bezug zu Naturschutz- und Umweltthemen.

 

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist ein Jahr der ökologischen Bildung und der Orientierung, das jungen Menschen die Möglichkeit gibt, sich ein Jahr lang für die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt einzusetzen. Vor allem die Mitarbeit bei meist gemeinnützigen Jugendorganisationen von Umweltschutzverbänden gibt den jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in einem neuen Umfeld kennen zu lernen. Auf mehreren einwöchigen Seminaren, die die Trägerorganisationen überregional veranstalten, werden Themen wie Ökosysteme, Nachhaltigkeit oder Globalisierung behandelt. Das Freiwillige Ökologische Jahr gibt es in Deutschland seit 1993, den „großen Bruder“, das Freiwillige Soziale Jahr in Vorläuferformen bereits seit fast 50 Jahren. Seit Ende der 90er Jahre haben sich die Teilnehmerzahlen beim FÖJ vervierfacht, Tendenz weiter steigend.

 

Interessierte an einem FÖJ beim NABU oder der NAJU in Hannover finden mehr Informationen auf www.naju-niedersachsen.de und telefonisch unter 0511-9110530.

Allgemeine Informationen zum FÖJ in Niedersachsen gibt es auf http://www.nna.niedersachsen.de, der Bewerbungsschluss für das FÖJ 2010/2011 ist der 15. März 2010.

 

 

 

„Große Nussjagd“ geht in die zweite Sammelrunde

Naturschutzjugend bietet wieder Schulungen an

 

Hannover, 12. Januar 2011: Im Frühjahr 2011 beginnt die zweite Sammelphase bei der „Großen Nussjagd in Niedersachen“. Die Vorbereitungen dafür laufen bei der Naturschutzjugend (NAJU) und dem BUND auf Hochtouren. Wieder angeboten werden auch die kostenlosen Schulungen zum „Nussjägermeister“, die Tipps und Tricks rund um eine Nussjagd vermitteln.

 

Eine Nussjagd zu veranstalten, ist nicht schwer. Ob mit Schulklasse, Kindergruppe oder als Familie: Man braucht nur ein Gefäß zum Sammeln, gute Augen und ein bisschen Forschergeist. Unter im Wald oder am Waldrand gelegenen Haselnusssträuchern wird der Boden dann jeweils 20 Minuten lang abgesucht – vielleicht muss zuerst ein wenig Laub beiseite geschoben werden. Hat der Strauch im Herbst 2010 Früchte getragen, dann wird man auch im Frühjahr noch die Spuren eines Festmahls darunter finden: Mäuse, Eichhörnchen und andere Bewohner des Waldes haben sich über die nahrhaften Haselnüsse hergemacht und leere Nussschalen mit Fraßspuren hinterlassen. Ob da auch eine Haselmaus dabei war? Die streng geschützte Verwandte des Siebenschläfers mithilfe angeknabberter Nüsse nachzuweisen ist das Ziel der „Großen Nussjagd“.

 

Für Interessierte, die Nussjagden mit Kindergruppen oder Schulklassen durchführen wollen, bietet sich die Schulung zum „Nussjägermeister“ an. Sie findet am 12. Februar in Wolfenbüttel, am 5. März in Lüneburg und am 26. März in Weyhe bei Bremen statt. Auf der eintägigen Veranstaltung gibt es Interessantes zur Biologie der Haselmaus, Details zum Ablauf einer Nussjagd und Spielideen rund um eine solche Veranstaltung. „Man kann eine Nussjagd mit viel mehr Themen als nur mit der Haselmaus verknüpfen, schließlich ist ihr Lebensraum der Wald bzw. der Waldrand. Das und vieles mehr wollen wir bei der Schulung vermitteln“, sagt BUND-Projektleiterin Ines Fleer, bei der sich Interessierte anmelden und Informationen zu der Schulung erhalten können (0511-9656914 oder schlauemaus@nussjagd-niedersachsen.de).

 

Wer ohne die Schulung bei der Nussjagd mitmachen will, kann auf der Internetseite des Projekts Unterstützung bekommen. Auf www.nussjagd-niedersachsen.de finden sich Anleitungen zur Nussjagd, Materialien zum Download und viele weitere Informationen. Die Materialien liegen auch in gedruckter Form vor und können dort bestellt werden. „Wir haben sogar Poster und Aufkleber, die wir gerne auch in Klassenstärke verschicken!“, so Andrea Tapp, Projektleiterin bei der NAJU. Bestellungen nimmt sie unter 0511-9110530 oder sammelmaus@nussjagd-niedersachsen.de entgegen.

 

Mithilfe der Materialien zum Projekt, die sich auf der Internetseite des Projekts www.nussjagd-niedersachsen.de finden lassen, können diese und andere Fragen geklärt werden. Dort erhältlich sind beispielsweise auch die Versandtaschen, in denen die verdächtigen Nussschalen zur näheren Bestimmung an die NAJU in Hannover geschickt werden können. Adresse: NAJU Niedersachsen, Alleestraße 36, 30167 Hannover.

 

 

Die Große Nussjagd in Niedersachsen

Seit Juli 2010 haben NAJU und BUND in Niedersachsen alle Kinder aufgerufen, sich an der Großen Nussjagd zu beteiligen. Ziel ist, die Haselmaus in Niedersachsen nachzuweisen – mithilfe vieler kleiner Forscher. Denn die Daten zur Haselmaus sind lückenhaft, das Vorkommen dieser streng geschützten Art auch aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise kaum bekannt. Die Haselmaus hinterlässt aber an Haselnussschalen so charakteristische Nagespuren, dass sie sich dadurch nachweisen lässt.

„Die Große Nussjagd in Niedersachsen“ wird gefördert von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

 

Biologie der Haselmaus

Die nur daumengroße Haselmaus ist gar keine Maus, sondern eine kleine Verwandte des Siebenschläfers. Beide gehören zu den so genannten Schlafmäusen oder Bilchen. Ihre wichtigsten Gemeinsamkeiten: Große schwarze Kulleraugen, buschig behaarte Schwänze und leidenschaftliches Schlafen. Im Unterschied zum 20 Zentimeter großen Siebenschläfer wird die Haselmaus nur acht Zentimeter groß und steckt voller Geheimnisse. Sie lebt meist hoch über unseren Köpfen in den Kronen der Bäume und meidet den riskanten Weg über den Erdboden. Der Kletterkünstler wird daher so gut wie nie beobachtet. Die Verbreitung der Haselmaus ist deshalb auch weitgehend unbekannt. Nur manchmal finden Naturschützer bei der Reinigung von Nistkästen Hinweise auf den putzigen Baumkobold. Aufgrund der vielen Geheimnisse der Haselmaus, nutzen NAJU Niedersachsen und BUND eine ihrer Leibspeisen - die Haselnuss - um den Weg zu ihr zu finden.

 

 

 

NAJU Niedersachsen mit neuem Veranstaltungsprogramm 2011

Sommerfreizeit führt mit dem Kanu durch Südschweden

 

Hannover - Im Jahr 2011 ist alles anders und besser als im letzten Jahr. Zumindest bei der Naturschutzjugend NAJU Niedersachsen, denn in diesem Jahr konnte der Jugendumweltverband erstmals wieder ein eigenes Veranstaltungsprogramm herausgeben. Einen Schwerpunkt bei den Terminen stellen Umweltbildungsangebote dar, deren Ziel es ist, das Thema Natur mit viel Spaß und Freude an Menschen zu vermitteln. Die NAJU-Veranstaltungen richten sich an Kinder und Jugendliche oder an Multiplikatoren, die mit Jüngeren in der Natur arbeiten wollen.

Das Veranstaltungsprogramm kann bei der NAJU Niedersachsen, Alleestraße 36, 30167 Hannover bestellt werden und steht auf www.naju-niedersachsen.de zum Download bereit.

 

Ein Highlight im Programm ist die große Sommerfreizeit für Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren. Vom 30. Juli bis 13. August 2011 werden junge Naturschützer zu Wasserratten: In der ersten Woche wird der südschwedische Fluss Tidan per Kanu erkundet, das Lager jeden Abend an anderer Stelle aufgeschlagen. Dabei ist etwas Muskelkraft und Abenteuergeist gefragt. In der zweiten Woche wird die urwüchsige Seenlandschaft Südschwedens dann auch an Land erlebt: Auf Treckingtouren erfahren die Jugendlichen, wie man in der Natur auch ohne umfangreiche Ausrüstung zu recht kommt. Das Ausspannen kommt dabei nicht zu kurz, denn es bleibt genügend Zeit, um im See zu schwimmen oder gemütlich am Lagerfeuer zu sitzen.

Interessierte können sich unter Telefon: 0511 / 9 11 05 30 oder

E-Mail: info@NAJU-niedersachsen.de informieren oder anmelden.

 

Aber auch schon im Frühjahr ist die NAJU Niedersachsen in der Natur unterwegs, wenn die meisten Pflanzen und Tiere noch friedlich schlummern. Unter dem Motto "Von Ameise bis Zugvogel" bereiten sich am 26. Februar Gruppenleiter, Lehrkräfte und andere Interessierte auf die Saison vor. Die Diplom-Biologin und Wildnispädagogin Myriam Kentrup stellt an diesem Tag in Verden (Aller) spannende Spielideen vor, mit denen Naturthemen an Kinder und Jugendliche vermittelt werden können. Dabei werden fast ausschließlich Naturmaterialien als Spielgeräte eingesetzt. "Der Einsatz von Naturmaterialien ist nicht nur ökologisch sinnvoll und vermeidet eine Materialschlacht mit schwerem Gepäck, sondern ist auch kindgerecht - es regt die Fantasie an, fördert die Kreativität und erlaubt direkten Kontakt zur Natur", erläuterte Anuschka Tecker, Landesjugendsprecherin der NAJU. Informationen und Anmeldung unter

Telefon: 0511 / 9 11 05 30 oder E-Mail: info@NAJU-niedersachsen.de.