Pressemitteilungen aus dem Jahr 2010

Trotz Eis und Schnee: Große Nussjagd in Niedersachsen geht weiter

Naturschutzjugend ruft wieder zum Mitmachen auf

 

Hannover, 21. Dezember 2010: Die "Große Nussjagd in Niedersachsen" wird auch in 2011 fortgesetzt. Die Naturschutzjugend NAJU und der BUND haben seit dem Sommer 2010 große und kleine Forscher in Niedersachsen aufgerufen, als Nussjäger aktiv zu werden und Haselnüsse mit Fraßspuren zu sammeln und an die NAJU Niedersachsen zu schicken. Auch bei dem jetzigen Winterwetter geht die 'Grosse Nussjagd in Niedersachsen' weiter. Die Feiertage laden dazu ein, dem Trubel bei einem schönen Winterspaziergang zu entrinnen, und als Nussjäger aktiv zu werden.

 

"Auch bei Winterwetter kann man prima unter Haselnusssträuchern nach angeknabberten Nüssen suchen - es wird dadurch ja noch spannender", sagte Andrea Tapp, Projektleiterin der NAJU Niedersachsen. Nüsse mit verdächtigen Knabberstellen sollen dann bruchsicher verpackt an die NAJU geschickt werden. Nach der Begutachtung der Nüsse bekommen alle Nussjäger eine Mitteilung, ob bei ihrer Einsendung eine Haselmausnuss dabei war oder nicht. Im Juni 2011 werden auf einem Fest tolle Preise unter allen Nussjägern verlost.

 

Bis jetzt waren schon Hunderte von Nussjägern unterwegs und haben ebenso viele Verdachtsfälle eingeschickt - leider bisher ohne Erfolg, denn eine von der Haselmaus angeknabberte Nussschale war noch nicht dabei. "Wir gehen aber davon aus, dass die Haselmaus noch in einigen Gebieten Niedersachsens vorkommt - deshalb ist es ganz, ganz wichtig, dass möglichst viele Kinder und Erwachsene mitmachen", betonte Ines Fleer vom BUND.

 

Jede einzelne Nussjagd lohnt sich und jedes neue Haselmausvorkommen ist wichtig, denn die kleine Verwandte des Siebenschläfers steht auf der roten Liste und wird so gut wie nie beobachtet. Deshalb ist ihre Verbreitung weitgehend unbekannt. "Jede Sammelaktion bringt außerdem neben angenagten Nüsse auch viele spannende andere Naturerlebnisse mit sich", weiß Andrea Tapp. Dazu sollen auch die Materialien beitragen, die auf der Projekthomepage zum Download bereit stehen. Weitere Hilfestellungen für Erwachsene, die mit Kindern Nussjagden durchführen wollen, werden auf einer Schulung zum "Nussjägermeister" vermittelt, die ab Februar wieder angeboten wird.

 

Eine Anleitung zur Nussjagd, alle Materialien, Termine und Informationen gibt es unter www.nussjagd-niedersachsen.de oder bei der NAJU Niedersachsen, Sammelmaus, Alleestr. 36, 30167 Hannover, Telefon: 0511 / 9 11 05 30, Mail: sammelmaus@nussjagd-niedersachsen.de.

 

"Die Große Nussjagd in Niedersachsen" wird von der Niedersächsischen Bingostiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit gefördert.

 

 

 

 

Nature meets Music

"Umsonst & draussen"-Festival der NAJU Niedersachsen in Hannover ein voller Erfolg!

 

Hannover, 09. Juni 2010: Bei strahlend blauem Himmel fand am vergangenen Sonntag das 1. Jugend-Umwelt-Festival der Naturschutzjugend Niedersachen (NAJU) statt. Eingeladen hatte sie, da sie Anfang des Jahres ihre Landesgeschäftsstelle von Oldenburg nach Hannover ins Haus des NABU Niedersachsen verlegte.

Unter dem Motto "Nature meets Music" konnten sich die ca. 100 Gäste einen Tag lang mit aktuellen gesellschaftspolitischen und ökologischen Themen auseinandersetzen und sich über ehrenamtliches Engagement im Natur- und Umweltschutz informieren. Neben vielen Mitmachaktionen, wie beispielsweise einer Aktion zum Thema Atomkraft, einer Tombola und Schminken für Kinder gab es einen Vortrag zum Thema "Leben und Arbeiten im Ausland - Praktischer Naturschutz in Kambodscha" sowie die Präsentation des Filmes "Das schmutzige Geschäft mit dem weißen Papier". Für ein buntes Rahmenprogramm sorgten nachmittags die Band "Tintengraben" (Hannover), die mit ihrer charmanten Besetzung für das richtige Sommergefühl sorgten sowie das Puppentheater "Chili Totale" (ebenfalls Hannover), das nicht nur die kleinen Gäste begeisterte. Abends versetzten die Reggae-Klänge der "Peace Development Crew" aus Hannover und die junge stürmische Rockmusik von "Heatstroke" aus Schaumburg das Publikum in der Alleestraße in ausgelassene Tanzstimmung.

 

 

Müll statt Muscheln

Naturschutzjugend Niedersachsen sammelt Abfall am Strand

 

Wangerooge, 28.3.2010: Am Sonntag haben Aktive der Naturschutzjugend Niedersachsen (NAJU), der Jugendorganisation des NABU am Nordstrand von Wangerooge den angespülten und weggeworfenen Müll eingesammelt. Die Aktion fand im Rahmen der Klausurtagung der NAJU Niedersachsen statt, zu der sich Mitglieder des Vorstands und Hauptamtliche aus der Geschäftsstelle in der Jugendherberge auf Wangerooge trafen. „Der Müll hier am Strand birgt Gefahren für heimische Tierarten und Meeresorganismen, denn sie könnten Plastik schlucken und qualvoll verenden“, begründet die Sprecherin des Landesverbands, Anuschka Tecker, die Aktion, „Wir wollen damit ein Zeichen gegen die Verschmutzung der Nordsee setzen“. Jährlich werden Tausende tote Eissturmvögel an die Strände der Nordsee gespült, deren Mageninhalt durchschnittlich 29 Plastikpartikel pro Tier enthält. Die Tiere verhungern mit vollem Magen.

Innerhalb von zwei Stunden sammelten die jungen Umweltschützer mehrere prall gefüllte Säcke Müll am Strand. Sie fanden unter anderem Plastikabfälle wie Feuerzeuge und PET-Flaschen, Kabel sowie Metall- und Aluminiumreste. „Wenn das so weiter geht, bestehen unsere Strände bald nicht mehr aus Sand, sondern aus Plastik!“, ärgert sich Christoph Röttgers, der neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Vorstand der NAJU Niedersachsen sein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in der Geschäftsstelle des NAJU-Bundesverbands absolviert, „Man läuft auf den klein geriebenen Kügelchen und es knirscht wie Sand.“

Die Naturschutzjugend Niedersachsen ist die eigenständige Jugendorganisation des NABU und mit über 6000 Mitgliedern die größte Jugendumweltorganisation in Niedersachsen. Auf der Klausurtagung ging es um zukünftige Projekte und Aktionen, wie zum Beispiel die nächste Jahresvollversammlung, eine Exkursion nach Schweden oder ein großes Nordseeprojekt.

Weitere Infos unter: www.naju-niedersachsen.de

 

Kontakt:

NAJU Niedersachsen, Vanessa Pache, Alleestr. 36, 30167 Hannover, 0511-911 05 30, pache@naju-niedersachsen.de

 

 

 

Aktive Auszeit für die Natur in Hannover:

Junge Leute können sich für Freiwilliges Ökologisches Jahr bewerben

 

Hannover, 20. Januar 2010: Wenn die Schulzeit sich dem Ende neigt, fragen sich viele: Was kommt danach? Mach ich eine Ausbildung, gehe ich auf eine weiterführende Schule oder ist vielleicht doch ein Studium das Richtige? Und was will ich eigentlich beruflich machen?

Um Jugendlichen etwas Raum zu lassen, sich dieser schweren Entscheidung zu stellen, werden in ganz Niedersachsen auch im Jahr 2010/1011 an die 200 Stellen für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) frei.

 

Und auch die Naturschutzjugend (NAJU) Niedersachsen bietet jungen Menschen, die sich einerseits für ökologische Themen begeistern können und außerdem gerne mit anderen Menschen zu tun haben, die Chance, ein FÖJ zu absolvieren. Zwölf Monate, von Anfang September bis Ende August können Interessierte zwischen 16 und 26 Jahren bei der Naturschutzjugend Niedersachsen in den Berufsalltag einer gemeinnützigen Organisation reinschnuppern und dabei erste Berufserfahrungen sammeln. "Im FÖJ bei uns kann man sehr viele eigene Ideen verwirklichen und sich kreativ austoben. Außerdem dient es zur Entwicklung eigener Zukunftsperspektiven" sagt Vanessa Pache, Geschäftsführerin der Naturschutzjugend Niedersachsen.

Für Jannik Krone, der momentan sein FÖJ bei der NAJU macht, bedeutet dies, dass er sich seine Schwerpunkte selber aussuchen kann. "Derzeit arbeite ich an einem eigenen Projekt, das ich mir selber ausgedacht und wofür ich Gelder beantragt habe. Es wird eine Jugendumweltzeitung in Niedersachsen geben, für die ich momentan ein Redaktionsteam zusammenstelle. Es macht mir Spass für Gleichaltrige Umweltthemen interessanter zu gestalten und ich bin gespannt, wie sich meine Ideen in der Praxis umsetzen lassen." Unterstützt wird er dabei von den Mitarbeitern und ehrenamtlichen Kräften, die eigene Praxiserfahrungen haben und hilfreiche Tipps und Kniffe kennen. Die Schwerpunkte der FÖJ-Arbeit bei der NAJU Niedersachsen sind abhängig von den aktuellen Projekten, sie stehen jedoch immer in Bezug zu Naturschutz- und Umweltthemen.

 

Wer Interesse an einem FÖJ bei der NAJU hat, findet mehr Informationen auf www.naju-niedersachsen.de und telefonisch unter 0511-9110530.

Allgemeine Informationen zum FÖJ in Niedersachsen gibt es auf http://www.nna.niedersachsen.de, der Bewerbungsschluss für das FÖJ 2010/2011 ist der 15. März 2010.