Über das Projekt

Hintergrund des Projektes ist, dass die zunehmende Technisierung unseres Alltags auf Kosten original erlebter, unmittelbarer Naturerfahrungen geht.

 

Natürlich haben in der heutigen Welt Neue Medien und die Kenntnisse im Umgang mit ihnen ihre Berechtigung. Nicht zuletzt vernetzen wir uns über soziale Medien oder lernen aus den schier unendlichen Informationen des Internets über Natur und Umwelt.

 

Doch nichts kann die unmittelbare Naturerfahrung ersetzen: Frösche fangen, Baumhäuser bauen oder mit den Händen im Matsch wühlen. Viele Kinder und Jugendliche haben heutzutage einen straffen Zeitplan und sitzen in der knappen Freizeit häufig vor Fernseher oder Computer.

 

Experten sprechen bereits von einem Natur-Defizit Syndrom, das mit Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität, Übergewicht, Gewaltbereitschaft und psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen einhergehen kann.

 

Die NAJU Niedersachsen bietet in vielen Orten in Niedersachsen regelmäßige Treffen an, bei denen die Teilnehmenden raus gehen, Naturerfahrungen sammeln und spannendes über unsere Umwelt lernen können. Allerdings kann es eine große Herausforderung sein, eine Gruppe Minderjähriger ehrenamtlich zu betreuen. Mit pädagogischer Unterstützung und entsprechenden Schulungen würden sich dies engagierte Naturschützer sicherlich eher zutrauen.

 

In diesem Projekt steht die Region Oldenburger Land im Fokus. Hier können Kinder noch den seltenen Hirschkäfer entdecken, der in unseren Augen einen ganz besonderen und wilden Teil Niedersachsens repräsentiert. Das Maskottchen des Projekts wird uns über die dreijährige Projektlaufzeit begleiten.

 

Ziel ist es, in der Region die Zahl der ehrenamtlichen Betreuer*innen und Aktiven im Umwelt- und Naturschutz zu steigern und eine bessere Betreuungs- und Fortbildungsstruktur aufzubauen. Wesentliche Aspekte dabei sollen auch der Vernetzungsgedanke sowie das Kennenlernen des wilden Oldenburger Lands darstellen.